Krampus - Dreiflüsseteufel Passau

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Krampus

Der Brauch
Krampus

Die Geschichte





Ursprünglich war der bärtige und vermummte Begleiter des heiligen Nikolaus, dessen Festtag, der 6.12. vielerorts schon im Mittelalter als Beschertag für die Kinder begangen wurde. Auch als Ruprecht, Knecht Nikolaus, Nickel, Klaubauf (Tirol und Oberbayern), Pelznickel, Pelzmäntel, Hans Muff, Hans Trab (Elsaß), oder Krampus wie in Österreich, zog er in pelzbesetzter Kleidung, meist mit einer Rute in der Hand und einem Sack voller Geschenke über der Schulter, von Tür zu Tür.

Der Klaubauf (Krampus) war im 19. und 20. Jh. Schreckgestalt mit geschwärztem Gesicht. Man drohte den Kindern, dass er die unartigen Kinder aufglaubte um Sie zu verprügeln.
Vielerorts, wird heute den Kindern mit Sprüchen wie "wenn du nicht brav bist kommt bei dir der Krampus und nicht der Nikolaus" damit gedroht, damit sie sich wieder brav verhalten. So ist das teilweise in Bayern und Tirol heute noch üblich.

Im Verlauf der Entwicklung des Brauchtums wurde der Knecht Ruprecht sogar Heiligen gleichgesetzt, dann aber vom Nikolaus getrennt, und schließlich zu einem selbständigen Gabenbringer, der den Kindern am Nikolausabend (5. 12.) Nikolaustag (6.12.) oder am Heiligabend als Weihnachtsmann oder Begleiter des Christkindes seine Gaben verteilt.

Die Figur Hans Trapp geht auf einen Hofmarschall des Kurfürsten von der Pfalz zurück, der Hans von Dratt hieß und seine Bauern im 16. Jahrhundert so drangsaliert hatte, daß er in Südwestdeutschland zum Kinderschreck geworden ist.

In manchen Gegenden kennt man den Erbsbär, der in den Kämpfen zwischen Sommer und Winter in einem Zottelgewand aus Erbsenstroh auftaucht und begleitet von einem Engel und einem Teufel von Hof zu Hof zog.

Eine andere Darstellung:
....Der Name Krampus stammt aus Wien, und hatte seinen Ursprung in finsteren Figuren die aus Dörrobst gefertigt wurden (z.B. Zwetschgenkrampus). Noch heute wird in vielen Dialekten Österreichweit etwas lebloses, vertrocknetes, verblüht- oder verdorrtes als „Krampn“, „Krempn“ oder „Krampas“ bezeichnet. Krampus: „vertrocknet, verdorrt oder leblos“. Sinn und Zweck dieser Figuren war es die bösen Geister und Dämonen zu versinnbildlichen, denn alles was man sehen und anfassen konnte war nur mehr halb so schlimm!

Der Krampusbrauch war ursprünglich in ganz Österreich verbreitet, und wurde dann in der Zeit der Inquisition verboten, da es bei Todesstrafe niemandem erlaubt war sich als teuflische Gestalt zu verkleiden.

Dieser Brauch überlebte also nur in den im Winter schwer zugänglichen Alpen-Regionen wo er sich bis heute gehalten hat.

Der Krampus wurde immer so dargestellt wie es die Menschen der jeweiligen Zeit sich furchtbarer nicht vorstellen konnten, und sein Aussehen veränderte sich dadurch ständig.

So gab es z.B. Krampus-Masken mit Rüsseln und viele andere Furcht erregende Formen. Er sollte Reisszähne haben und doch wiederum menschliche Züge, um darzustellen das er vom Menschen geschaffen war.

Seine Hörner bekam er erst durch eine spätere Epoche und die Katholische Kirche.

Der Krampus vertreibt die bösen Geister mit verschiedenen Utensilien.
Die Krampusrute ist ein Fruchtbarkeits-Symbol die ursprünglich aus Birkenzweigen hergestellt war und mit einem roten Schnürband gebunden wurde.
Die Birke als Symbol des wieder beginnenden Lebens (Birken tragen schon in den Wintermonaten Knospen) und das rote Band als Symbol des Blutes.
Ein Streif mit der Rute brachte Glück und Fruchtbarkeit für denjenigen der den schmerzhaften Schlag ertragen musste.
Heute tritt der Krampus auch oft mit einem Ross-Schweif statt der Rute auf.
Dieser stammt eigentlich aus dem Perchten-Brauch, ist aber in den letzten Jahren, neben dem Kuhschwanz und der rasselnden Kette, den Schellen oder Glocken, immer öfter auch beim Krampus zu sehen!

 
 
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